Friedenskünstler werden geehrt

Auf den Seiten finden sich Infos über die Verleihung des Robert Jungk Preises für die Friedenskünstler. Unter Fotos findet ihr ausgewählte Bilder von Aktionen des Jugendhauses.
Kinderkunst für Frieden und Toleranz
Folgeprojekt der AWO Jugendfreizeitstätte Derne
mit dem Ahlener Künstler Manfred Brückner

Bei der Verleihung des Robert Jungk Preises 2007 am 9.10.07 im Ständehaus in Düsseldorf wurde die AWO Jugendfreizeitstätte Dortmund-Derne für ihr Projekt „Friedenskünstler“ als Zukunftsprojekt 2007 ausgezeichnet. Die Sonderpreisträger der vergangenen Jahre zeichneten die „Friedenskünstler“ als Projekt aus, dem es gelang, öffentliches Engagement durch Kunst wirkungsvoll darzustellen.
Die Kinder wurden während des Projektes selbst Friedenskünstler. Sie identifizierten sich zunehmend mit ihrem Werk und wuchsen zu einer Gemeinschaft zusammen. Sie lernten, aufeinander Acht zu geben, sich gemeinsam für wichtige Dinge einzusetzen und eine Öffentlichkeit für ihre Interessen zu schaffen.
Mit der wichtigsten landesweiten Auszeichnung zum Thema „Bürgerengagement“ wurden herausragende Projekte, Initiativen und Firmen gewürdigt, die erfolgreich kreative und zukunftsweisende Konzepte zur Gestaltung des demografischen Wandels entwickelt haben.


 Ferido, Friedenskuenstler - 43.jpg
mehr Bilder



Aufgrund dieses Erfolges und der großen positiven Resonanz seitens der Kinder, Eltern und Öffentlichkeit führte die AWO Jugendfreizeitstätte in den letzten sechs Wochen ein kurzfristig über das Landesjugendamt finanziertes Folgeprojekt mit dem Titel „Weg aus der Sackgasse – Kinderkunst für Frieden und Toleranz“ durch und lädt Presse, Eltern, Verwandte, Freunde und Interessierte ganz herzlich zum Projektabschluß mit Kaffee und Kuchen am Samstag, 8.12.2007 um 14.30 Uhr in die AWO Jugendfreizeitstätte, Hardenbergstr. 1-3 ein.

Am Projekt „Weg aus der Sackgasse – Kinderkunst für Frieden und Toleranz“ nahmen rund 20 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren teil. Das Projekt wurde ebenso wie das Projekt „Friedenskünstler“ durch die stellv Einrichtungsleiterin Kerstin Edler und den Ahlener Künstler Manfred Brückner angeleitet, der über langjährige Erfahrungen in der künstlerischen und friedensaktivistischen Arbeit mit Kindern verfügt.

Die Kinder setzten sich innerhalb des Projekts mit den Themen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit sowie Intoleranz auseinander und gestalteten ein 2x2 Meter großes Wandbild, das jedem Betrachter die Augen öffnen und neue Wege hin zu Frieden und Toleranz aufzeigen soll und als Dauerausstellung in der Einrichtung verbleiben wird. Bei Interesse ist auch eine Wanderausstellung z.B. an Schulen denkbar. Als Gestaltungselemente vorgegeben wurden Straßenschilder wie „Durchfahrt verboten“, „Stop“ und „Sackgasse“ sowie ein zentral in das Kunstwerk integrierter Spiegel, der dem Betrachter symbolisch vorgehalten wird, um ihn dazu anzuregen, seine eigene Einstellung zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. Die genauen inhaltlichen Schwerpunkte und Gestaltungsweisen bestimmten die Kinder jedoch selbst. Das Folgeprojekt zielte ebenso wie das Projekt „Friedenskünstler“ darauf ab, Partizipation, bürgerschaftliches Engagement, Zivilcourage und soziale (Eigen-)Verantwortung bei den Kindern zu wecken und zu fördern. Um eine Öffentlichkeit für Kinderinteressen herzustellen, wird neben den Veröffentlichungen über die Presse – für die ich mich schon an dieser Stelle ganz herzlich bei Ihnen bedanke – eine Kunstpostkarte gedruckt werden, die der Dokumentation und Auslage dient. Die Einrichtung möchte die Idee der „Friedenskünstler“ in ihrem Angebot verstetigen und eine Projektreihe erwachsen lassen, um auf diesem wichtigen Gebiet nachhaltig arbeiten zu können. Entsprechende Förderanträge für 2008 wurden bereits gestellt.